Sag´ bescheid

Hört auf zu drängeln!

Wenn die geistige Elite an den Hochschulen gen Bachelor studiert, schwingen haufenweise Ansprüche mit. Nicht jede Erwartung ist auch berechtigt. Nicht mal die, die man an sich selbst stellt.

Ruben ist Student, und Ruben ist tiefenentspannt. Innerhalb von nur sechs Jahren hat er drei Abschlüsse gemacht, einen Bachelor mit anschließendem Master in Chemie und einen Master in Christentum und Kultur. Nebenbei hat er noch Kurse in Psychologie belegt, gerade steckt er mitten in den Recherchen für seine Bachelorarbeit. Ruben macht seine Sachen bestens, er schreibt gute Klausuren, liest in der Bibliothek nach, was ihn interessiert, und gibt seine Hausarbeiten rechtzeitig ab. Trotzdem hat Ruben immer Zeit für uns. Man hat das Gefühl, dass er sein Studium genießt. In meinem Freundeskreis ist Ruben der erfolgreichste und entspannteste Student.

Dagegen leiden die meisten Studenten, die ich kenne, unter Deadlines und eigenen Ansprüchen an ihre Noten. Masterplatz-Druck und zerschossene Lebensentwürfe durch eine verpatzte Klausur sorgen für schlaflose Nächte; Nächte geprägt von Sorgen statt von Party. Da gibt es dieses unsichtbare Monster, das ihnen den Zeitplan diktiert, die Noten versaut und sie mit Angst um Praktikumsplätze erdrückt.

 

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