Sag´ bescheid

Ich hab ein Bild von dir in meinem Kopf

„Wenn ich zurückdenke, wie ich manchmal Gott und meinen Glauben in der Öffentlichkeit vertreten habe, dann schäme ich mich dafür.“

„Warum noch glauben?“, haben wir in der letzten Ausgabe gefragt – auch Johannes Falk. Jetzt legt der Sänger biografisch nach: Nach der streng-religiösen Erziehung und einer Phase des Abstands ist es Zeit für ein kritisches Zwischenresümee.

Dicht gedrängt zwischen schweißnassen Opas und Herrschaften mit Kaffee- Mundgeruch sitzt ein kleiner Junge auf der Kirchenbank. Sonntagmorgen heißt zwei Stunden still sitzen. Die Senioren um ihn herum haben ähnliche Frisuren und ähnliche Klamotten. Kurz und kantig der Schnitt. Der Scheitel nach links über die hohe Stirn gelegt. Die Hemden so, wie die Indie-Mucker sie heute wieder tragen, eng anliegend und bis oben zugeknöpft, der Blick meist ernst, bisweilen sogar grimmig. Während der zweite Prediger (drei werden es insgesamt an diesem Sonntagvormittag sein) sich so langsam in Rage redet, sitzt der kleine Kerl schüchtern da und schaut sich die Nasenhaare der Herren an. Zum Teil wachsen sie schon um die Nase herum. Wieso schreit der nur so, der Mann, der da oben steht? Und die Ohren, wieso haben ältere Menschen immer so große Ohren?

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Text: Johannes Falk ist Musiker, lebt in Heidelberg, und hat im April sein zweites Soloalbum „360°“ veröffentlicht. Ein persönlicher Rundumblick auf das Leben.
Illustration: Stefan Mosebach

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