Sag´ bescheid

Ich habe Gott im Spiegel gesehen

An allen Ecken wird versucht, Gott aus unserem Leben auszusperren. Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer weniger Menschen einen Bezug zur Kirche haben. Anders als noch vor wenigen Jahrzehnten ist es heutzutage kaum verwundernd, wenn Menschen den Sinn von Festen wie Weihnachten und Ostern nicht kennen. Das Abendmahl ist ein seltsamer Ritus, an dieses Kreuz wurde einer drangenagelt und die Dreieinigkeit ist auch nur nachvollziehbar, wenn man dran glaubt. Die Religion ist abgesehen davon Schuld an fast allem Übel dieser Welt. Und ich frage mich nun, ob ich gegen all diese Zustände und Entwicklungen oder Aussagen kämpfen sollte.

Ja! Ich sollte kämpfen. Aber nicht, indem ich mich in Diskussionen, Rechthaberei oder Opferrollen suhle. Nein. Der Gott, an den ich glaube, ist nicht angewiesen auf Systeme. Er stirbt nicht mit dem Verschwinden von Symbolen. Er wankt nicht mit den Moden und Trends unserer Zeit. Er verstummt nicht mit sinkenden Kirchenbesucherzahlen.

Nein.

Der Gott, an den ich glaube, steht über all dem. Er ist der Ursprung. Aus ihm ist alles. Er ist in allem. Und so soll es mir möglich sein, ihn in allem zu sehen. Im Glück und im Leid und allem was dazwischen liegt. Im gesamten Spektrum, im Licht, im Gesicht des Nächsten, in der Genialität des Kollegen. In der Natur und in der Größe dessen, was Menschen in der Lage sind zu leisten. In so vielem. Bis hin zu meinem eigenen Spiegelbild. Es ist Gott selbst, der mich an sich erinnert.

#lautgedacht #gotterinnert  #gottimspiegel #djr #drannext
@diegeschichtezaehlt
www.daniel-john-riedl.de
[#lautgedacht zu DRAN NEXT 3/17, Seite 20: Gott im Viertel – Momente, in denen mich Gott an sich erinnert]

Sag´ bescheid

Hinterlasse doch Kommentare  |  0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.