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Martin Dreyer: „Wir brauchen ein neues Jesus-Feuer!“

Er gründete die Jesus-Freaks, erfand die Volxbibel und verhalf Heiratswilligen auf Sat1 zur „Hochzeit auf den ersten Blick“: Alle paar Jahre provoziert Martin Dreyer Konservative. Dagegen ist sein neues Buchprojekt, Luthers Schriften ins „Volxbiblische“ zu übersetzen, ein fast schon biederes Unternehmen. Was macht Martin Dreyer eigentlich so mutig?

Interview: Judith Herm

Martin, definier mal Mut!

Mut ist, Dinge zu wagen, die man nach menschlichen Maßstäben eigentlich nicht schaffen könnte. Grenzen durchbrechen, die man mit natürlichen Mitteln nicht durchbrechen kann.

Du hast grade dein Buch „Martin Reloaded“ herausgebracht, in dem du Luthers Schriften in die „Volxbibel-Sprache“ übersetzt hast. Mutig! Was fasziniert dich an Luther?

Er hat nach seiner Überzeugung gelebt, seinen Glauben radikal umgesetzt, auch auf die Gefahr hin, Probleme zu bekommen. Das hat mich immer fasziniert. Die neuen Helden der christlichen Szene, zu denen man so aufschaut, haben noch viele Gelegenheiten, einen zu enttäuschen. Darunter kann der eigene Glaube sehr leiden. Luther dagegen hat seinen Lauf vollendet.

Wieso sind seine Schriften für uns noch relevant?

Luther hat sehr stark mit dem Wirken Gottes und Reden durch die Bibel gerechnet. Das ist in vielen lutherischen Kirchen und auch in den Freikirchen nicht mehr selbstverständlich. Er hat eine Revolution angestoßen – plötzlich haben die Leute wirklich für Jesus und den Glauben gebrannt. Wir Christen brauchen wieder so eine Jesus-Begeisterung, eine neue Jesus-Revolution, ein neues Jesus-Feuer.

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