Sag´ bescheid

Unergründlicher Gott – Vielfältige Kirche

WARUM DIE „GUTE BOTSCHAFT“ SICH NICHT AUF „MEINE BOTSCHAFT“  REDUZIEREN LÄSST

Ich habe einen Traum. Den Traum von einer Kirche für alle! Eine Kirche, die nicht nur bestimmte soziale Milieus, sondern den gesamten Querschnitt der Bevölkerung widerspiegelt. Ich träume von einer Kirche, die nicht nur einen bestimmten Frömmigkeitsstil bevorzugt, sondern offen ist für die Vielfalt der unterschiedlichen Zugänge zu Gott. Ich träume von einer Kirche, in der alle gleichwertig sind: in der Männer und Frauen die Aufgaben übernehmen, auf die sie Lust haben, und nicht die, die man  eben macht, weil man nun mal Mann oder Frau ist. Eine Kirche, in der nicht nur  vermeintlich Schöne und Schlaue auf der Bühne stehen, sondern das Geschehen auf der Bühne auch die Vielfalt der Gottesdienstbesucher widerspiegelt. Ich träume von einer Kirche, in der Platz ist für Lob und Gebet, vor allem aber auch Platz für die tiefen und ehrlichen Fragen und Zweifel des Lebens. Ich träume von einer Kirche, die für jeden offen ist, für die ich mich nicht verstellen muss, in der ich ehrlich zeigen kann, wer ich bin. Eine Kirche, in die sich jeder so einbringen kann, wie er ist, in der man sich gegenseitig in seiner Vielfalt berei-chert und ergänzt – eine Kirche für alle! Eine fromme Utopie? Vielleicht. An dererseits scheint man es auch zu Beginn unserer Zeitzählung mit der Vielfalt ziemlich ernst genommen zu haben. Man denke nur an Jesu Faible für die Ränder der Gesellschaft und den sozial durchmischten Haufen von Jüngerinnen und Jüngern. Es müsste uns heute beschämen, wie die Urkirche für die Armen und Unterdrückten eingetreten ist. Wie bunt und vielfältig die frühe Kirche aufgestellt war, zeigen auch die biblisch überlieferten Briefe: Wäre das frühe Christentum eine homogene Gruppe von geisterweckten, harmonisch zusammenlebenden Jesusnachfolgern gewesen, wären die meisten biblischen Briefe überhaupt nicht geschrieben worden. Häufig geht es darin um die Klärung von Konflikten, Meinungsverschiedenheiten und das nicht enden wollende Ringen um Einheit.

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