Sag´ bescheid

Vom Herzen aufs Papier

Jana Highholder gehört zur Riege der aufstrebenden Poetry-Slammer, die sich zu ihrem Glauben bekennen. Zum Schreiben kam sie, um das Chaos in ihrem Kopf in Ordnung zu bringen.

Foto und Text: Verena Flaig

Manchmal trifft man Menschen, mit denen man direkt in ein tiefes Gespräch einsteigen kann, ohne sich lange mit Höflichkeiten und Hard Facts aufhalten zu müssen. Jana Highholder ist so ein Mensch. Die Fakten interessieren sie nicht. Sie will deine Geschichte hören. Wo kommst du her, wo gehst du hin? Sie mag Gespräche, bei denen nichts ablenkt von dem, wer du wirklich bist und was in deinem Kopf abgeht. Weil man sich in solchen Gesprächen gegenseitig um den Horizont des anderen erweitern kann. Jana ist Poetry-Slammerin. Viele ihrer Texte sind aus solchen Gesprächen entstanden, aus Geteiltem. Innerhalb weniger Minuten kann sie mitreißend auf den Punkt bringen, was Menschen umtreibt. Wer Jana zuhört, bei einem Auftritt oder auf ihrem Hörbuch, ist überrascht, wie präzise ihre Worte den Kern der Sache treffen und wie viel Lebenserfahrung aus ihren Zeilen spricht, obwohl sie gerade mal 18 Jahre alt ist. Es geht um die Suche nach Glück, um Sprachlosigkeit, um das Streben nach Perfektion, das Gefühl, nicht genug zu sein, um Liebe, ums Losgehen, um Traumatisches und um das Privileg, Gottes Kind zu sein. Woher kommt diese Weitsicht? Was für ein Kopf steckt unter diesen wilden Locken? Woher nimmt sie dieses Strahlen, diese Lebensfreude, der sich während unseres Gesprächs auch die Frau am Nachbartisch kaum entziehen kann?

Ganz oder gar nicht
„Ich bin in jedem Lebensbereich ein Mensch der Extreme“, erzählt sie. „Ich mache eine Sache ganz oder gar nicht.“ So ist sie auch zum Poetry-Slammen gekommen: Beim gemeinsamen Philosophieren mit einer Freundin im Fitnessstudio entsteht eines Abends im Jahr 2014 die Idee, dass das Schreiben Janas Begabung sein könnte. Was, wenn ihre Liebe zu Worten ihr nicht nur in der Schule nützlich sein könnte, sondern auch bei ihrem Wunsch, verstanden zu werden und ihre innere Welt mit nderen zu teilen? Noch in derselben Nacht setzt sie sich hin und schreibt ihren ersten Text „Ecken und Kanten“, mit dem sie sich schon ein paar Wochen später beim Poetry-Slam ihrer Heimatstadt Koblenz anmeldet und prompt im Finale landet …

Neugierig geworden? Den vollständigen Text kannst du in der aktuellen DRAN NEXT lesen.

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