Sag´ bescheid

Dem Menschen, nicht dem Konzept verpflichtet

In einer Zeit, in der die Frage nach Konzepten allgegenwärtig ist, hat die Diskussion nach dem richtigen Ansatz die bloße Wertschätzung für Evangelisation von Jugendarbeit und Gemeinde verdrängt. Ein Plädoyer für die Vielfalt persönlicher evangelistischer Überzeugungen.

Ich habe sie mitgemacht. Die Jagd nach „dem“ evangelistischen Konzept. Das erste, das ich aktiv beobachten konnte, war der Ansatz der Freundschafts- und Nachbarschaftsevangelisation meiner Mutter. Zwischen Blumengießen und Abendbrot passte immer ein Plausch über den gemeinsamen Gartenzaun unserer Reihenhaussiedlung. Links Frau Neumann, rechts Frau Homfeld. In den Friedenszeiten – das Gekläffe unseres Rauhaardackels und meine Klavierübungen zur Mittagsruhe ließen oft Unfrieden ins ansonsten so stille Hamburg-Volksdorf einziehen – nutzte meine Mutter jedes noch so unbedeutende Stichwort, das ihr wahlweise von links („Der Thomas hat jetzt eine Ausbildungsstelle!“ – „Herzlichen Glückwunsch! Hat er schon Gott dafür gedankt?“) oder von rechts („Meine Bandscheibe ist mir neulich raus gesprungen.“ ­– „Passen Sie auf Ihre Gesundheit auf, der Herrgott hat uns nur einen Körper geschenkt!“) naiv angeboten wurde.

Natürlich habe ich mich als Heranwachsender vom Ansatz meiner Eltern distanziert, vor allem auch, weil’s eben meine Eltern waren. Weder wollte ich das „Ich-nutze-sklavisch-jede-Gelegenheit“-Konzept meiner Mutter, noch das „Missionarisch-bin-ich-nur-im-Gemeindehaus-nach-dem-Gottesdienst“-Konzept meines Vaters übernehmen.

Ich lernte: Die Frage nach der richtigen Evangelisationsmethode steht und fällt mit denen, die sie ausüben, und denen, die erreicht werden sollen.

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