Sag´ bescheid

Jan Jakob: „Das Leben ist keine Gleichung“

JAN JAKOB EWERT STUDIERT MUSIK AUF LEHRAMT IN HANNOVER. MIT SEINEM
AKTUELLEN ALBUM KOMPONIERTE DER 27-JÄHRIGE DEN PERFEKTEN  SOUNDTRACK FÜR DEN NÄCHSTEN ROADTRIP. EIN GESPRÄCH ÜBER GNADE, SPONTANAUFTRITTE UND DIE FRAU FÜRS LEBEN.

Jakob, wie würdest du deine Musik beschreiben?
Das finde ich schwer. Auch wenn sich das dick aufgetragen anhört – irgendwas zwischen Jack Johnson und Jonny Cash. Meine Musik hört sich locker weg, ist manchmal vielleicht
belebend. Es ist aber auch eine Musik über mein Christsein – auch wenn nicht alle Texte vom Glauben handeln.

Sind die beiden deine Vorbilder?
Absolut. Johnny Cashs Musik habe ich zum ersten Mal im Tourbus gehört – auf einer unserer Wohnzimmer-Touren. Ich mag ihn. Er hat Profil. Das ist Musik mit Tiefgang, die sich aber auch gut nebenher hören lässt. Aber auch Jack Johnson beeindruckt mich sehr, vor allem seine Lebenseinstellung. Er lebt nicht nur für die Bühne. Seine Familie ist ihm sehr wichtig – er nimmt sie mit auf Tour. In einem Interview, das ich gesehen habe, bekam ich den Eindruck: Musik ist nicht das Wichtigste für ihn. Das fand ich cool!

Johnny Cash hatte aber auch ein wildes Leben – hättest du das auch gerne?
Jaja. Auf jeden Fall. (lacht) War nur Spaß. Es muss nicht unbedingt genauso sein. Mir gefällt an ihm, dass er sehr gerne unterwegs gewesen ist. Ich würde gerne noch „gerner“ unterwegs sein – ich freue mich bisher immer richtig, wenn ich wieder nach Hause komme. Man muss ein bisschen mehr vor die Tür gehen, das hat er gut vorgemacht! Im kommenden Semester habe ich noch einige Dinge an der Uni zu erledigen, dann kommt die Bachelorarbeit und danach möchte ich wieder auf Tour sein und spielen.

Wie machst du deine Aufnahmen?
Meine ersten Aufnahmen habe ich am Familien-PC gemacht – insgesamt 150 Megabyte. Ich war hin und weg als ich rausfand, wie das geht. Inzwischen habe ich mir ein paar Sachen selbst zusammengekauft. Heutzutage braucht man wirklich nicht viel dafür. Mein Zimmer sieht jetzt aus wie ein kleines Heimstudio. Dort habe ich für ein Jahr die meiste Zeit verbracht, Uni geschwänzt und das Album aufgenommen.

Ein Jahr frei nehmen –  ist das nicht inzwischen Luxus?
Ja, das stimmt. Aber darin besteht ja auch der Luxus des Studierens. Es fällt nur nicht so auf, wie wenn man arbeitslos wäre. (lacht) Um ein bisschen Geld zu haben, habe ich nebenher zwei volle Tage in der Woche Musik unterrichtet.

Singst du deinen Schülern manchmal etwas vor?
(lacht) Naja, ab und zu vielleicht – wenn der Unterricht gerade vorbei
ist oder anfängt. Aber eher sporadisch und nicht regelmäßig.Ich hatte neulich zwischen den Unterrichtsstunden eine neue Idee und habe sie auf mein Diktiergerät gesungen. Gerade dann kam eine Schülerin rein. Solche „Spontanauftritte“ gibt es dann auch.

Neugierig? Das vollständige Interview liest du in der Ausgabe 4/16. Hier abonnieren oder kostenlos testen…

Sag´ bescheid

Hinterlasse doch Kommentare  |  0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.