Sag´ bescheid

Mensch auf Abruf

Eingestöpselt in nicht-lebens-erhaltende Maschinen

Je nachdem, wen man fragte, war das Internet – genauso wie Facebook oder das smartphone – mal cool, mal gefährlich. Jetzt, da fast alle trotzdem dabei sind, sollten wir lernen, wie man es vernünftig Nutzt. Das Zwischenfazit einer selbstkritischen Kulturoptimistin.

Man stelle sich vor: In ein paar Jahrzehnten gucken sich unsere Enkel Szenen von heute an. Wir-beim-Bahn-Fahren und Wir-beim-Essen-Gehen. Und immer glotzt einer blöd auf sein Smartphone. Das wird peinlich. „Wusstet ihr denn nicht, dass das ungesund ist, süchtig macht und echte Beziehungen zerstört?“, werden sie uns fragen – und dabei ungefähr so klingen, wie wir uns anhören, wenn wir kopfschüttelnd den exzessiven Zigarettenkonsum in französischen Film-Noir-Produktionen der 1950er-Jahre kommentieren.

Das Internet hat sich durchgesetzt, wider Erwarten einiger ZDF- und Bravo-Experten. Obwohl wir uns alle Mühe gaben, es kritisch zu sehen. Trotzdem haben die meisten mitgemacht, auch wenn eigentlich für niemanden abzusehen war, was dieses Internet und die Erfindung von Smartphones für unsere Leben bedeuten würde. Die Omnipräsenz des Internets in jeder Lebenssituation ist längst akzeptiert. Zeit für eine ehrliche Annäherung nach der Phase, in der Facebook-Verzicht cool war, und noch vor dem Tod aller Zeitzeugen, die von den Tagen ohne Internet berichten können.

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