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Die Kunst schlägt zurück – „Art war“: Die ägyptische Revolution und der poetische Krieg ums Bewusstsein

Im Umbruch ist alles politisch, auch die Kunst, sagt Marco Wilms. Drei Jahre lang hat der Dokumentarfilmer die Revolution in Ägypten mit seiner Kamera festgehalten. Sein Film „Art War“ zeigt die politische Dimension der Street-ArTists: die Kunst als Waffe.

Herr Wilms, Sie sind angetreten, den Weg der Äg ypter zur Demokratie filmisch zu dokumentieren. Am Ende steht ein Film über Widerstandskunst. Sind Sie von den Entwicklungen überrascht worden?
Marco Wilms: Ja, ich war immer wieder überrascht. Zuerst vom hohen Wahlsieg der Islamisten, dann von ihrem kometenhaften Absturz nach nur einem Jahr an der Macht. Jetzt nach drei Jahren steht die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung demokratischer Mitbestimmung wieder am Anfang.

Kunst ist für die jungen Äg ypter ein Medium ihres Widerstands. Was macht Kunst zur Waffe?
In einem revolutionären Umbruchsprozess ist alles politisch, also auch die Kunst. Denn das ist es, worum es in der Essenz geht: um eine neue Gesellschaftsform, ein neues Bewusstsein, einen anderen, demokratischeren, freieren Umgang der Menschen miteinander. Die Graffitis sindindividueller, persönlicher Ausdruck des Künstlers, der sie erschaffen hat. In einer Gesellschaft wie der ägyptischen haben die- seBilder eine ganz andere Sprengkraft als in Deutschland, wo man Individualität grundsätzlich akzeptiert. Die Künstler führen einen poetischen Krieg um das Bewusstsein der Menschen.

Den ganzen Artikel gibt es in der aktuellen dran-next.

(Bildquelle: Marco Wilms)

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