Sag´ bescheid

Gender Pay Gap: Da geht noch was

Das können wir uns nicht schönrechnen: Warum verdienen Frauen bei gleicher Leistung deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen?
Von Wiebke Harle

Hannah gehört zur Gründergeneration ihrer Firma. Seit zehn Jahren hält sie dem Betrieb die Treue, zehn lange Jahre, in denen Hannah zwei Gehaltserhöhungen angeboten bekommen hat. Nach ihrem Germanistikstudium war sie froh, überhaupt etwas zu finden. Die 2.200 Euro Brutto als Einstiegsgehalt waren zu dem Zeitpunkt auch völlig okay für die damals 26-Jährige. Heute steht sie bei 2.600 Euro. Richtig zufrieden ist sie damit eigentlich nicht – gemessen an dem was sie leistet. Aber nach einer Gehaltserhöhung fragen? Möchte sie nicht: „Ich weiß ja auch gar nicht, wie viel die anderen so verdienen.“ Dann jedoch bekommt sie zufällig mit, wie sich zwei ihrer Kollegen in der Kaffeeküche unterhalten. Mit den beiden teilt sie ein Büro, arbeitet an vielen Projekten mit ihnen zusammen. „Für 3000 würde ich hier nur noch Bleistifte anspitzen“, raunt der eine dem anderen zu. Der grinst nur und nickt.

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