Sag´ bescheid

Wie hole ich das Beste aus meinem Leben raus?

Es geht weniger um dich, als du denkst.

DIE REICH-GOTTES-ÖKONOMIE DER GLÜCKSSUCHE

Das Glück steht hoch im Kurs. Wir wollen das Leben genießen und haben auch einen Plan, wie wir das anstellen. Wir suchen uns einen geeigneten Partner, machen eine gute Ausbildung oder was nötig ist, um unsere Ziele zu erreichen. Und wenn wir dann da sind, wo wir sein wollen, melden sich bereits neue Wünsche an. Der Weg zum echten Glück ist unscharf, die Ziellinie flimmert irgendwo am Horizont. Und wenn wir alles haben, was wir uns gewünscht haben, stellt sich heraus: Nee, war doch noch nicht genug. Von Hochgefühl keine Spur, stattdessen diese gewisse Leere. Irgendwas machen wir doch falsch. Wenn all die Liebe, die Familie, der berufliche Erfolg, eine passable Gesundheit und ein bisschen Luxus uns nicht ausreichen – was brauchen wir dann noch für ein glückliches Leben?

ICH-MICH-MEINER-MIR

Wir sind das Zentrum des Universums. Das würde keiner so zugeben, aber wir leben so, als ob. Wir machen das, was wir lieben, und wenn dies nicht mehr der Fall ist, ziehen wir weiter. Liebe ist zu einem Selbstbedienungsladen verkümmert. Auch in der Beziehung zu Gott macht dieser Trend nicht Halt. Wir benutzen das Christentum, damit Gott uns segnet und wir noch ein besseres Leben haben. Wir können unzählige Bücher kaufen, die uns helfen, noch ein besseres Ich zu werden, wie zum Beispiel „Unverdiente Gunst – Dein übernatürlicher Vorteil für ein erfolgreiches Leben“. Als ginge es vorrangig darum, Gott in schöner Regelmäßigkeit an sich zu erinnern: „Ich-mich-meiner-mir, bitte Gott, segne alle vier.“ Unser einziges Ziel ist es, dass es uns gut geht. Richtig erfüllend ist das nicht. Ansonsten müssten wir Deutschen und Schweizer die glücklichsten Menschen auf der Erde sein. Wir gehören zu den Menschen, die am meisten Geld für sich selbst ausgeben, für Hobbys, Luxus und Urlaub. Wir haben alles und doch sind wir gestresst, wenn wir im Shoppingcenter stehen und merken, was wir alles nicht haben. Vielleicht ist es Zeit für einen Perspektivwechsel.

GIB DEIN LEBEN AUF UND DU WIRST ES FINDEN

Der Grund, weshalb unsere Glücksstrategie nicht funktioniert, ist, dass wir uns eine eigene Definition von Glück zurechtgelegt haben. Mit dem Glücksschlüssel der Bibel hat das wenig gemein: „Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: ‚Wer mir folgen will, muss sich und seine Wünsche aufgeben, sein Kreuz auf sich nehmen und auf meinem Weg hinter mir hergehen. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Aber wer sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.‘“ (Matthäus 16,24-25 GN)
Das ist ein radikal anderer Ansatz für den Weg zum Glück. Gib dein Leben auf und du wirst es finden. Das ist Reich-Gottes-Ökonomie. Nicht in deiner Selbstzentrierung, sondern in deiner Reich-Gottes-Perspektive, in einem Leben, das über dich selbst hinausreicht. Ordne deine Wünsche und Rechte seinem Ziel unter, auch wenn es dich alles kosten könnte. Auf der Welt gibt es unzählige Christen, für die Verfolgung, Armut oder Rufmord bittere Realität sind, weil sie Jesus nachfolgen. Wer sagt uns, dass sie unglücklichere Menschen sind? Jesus sagt, wer sein Leben retten und es aus eigener Kraft so gut wie möglich gestalten will, wird es verlieren. Wer sein Leben loslässt und auf Gottes Führung vertraut, wird es gewinnen und das erhalten, was Gott für in vorbreitet hat, hier auf Erden und im Himmel.

ES GEHT WENIGER UM DICH, ALS DU DENKST

Wir müssen uns wieder vor Augen bringen, worum es im Leben wirklich geht. Gott wünscht sich, dass wir zu Menschen werden, die sich für andere einsetzen und das Evangelium verkünden, damit andere denselben Segen erfahren, den wir in unserem Leben erfahren haben. „Dann sagte er zu ihnen: ‚Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.‘ “ (Markus 16,15) Wenn wir Gottes Sicht entwickeln, fangen wir an, von uns weg zu schauen und andere zu sehen. Unsere Sicht weitet sich.

Als Pastor für junge Erwachsene erlebe ich häufiger, wie wir als junge Christen den Fokus verlieren. Wir sagen Amen zu diesem Vers und beten: „Ja, ich möchte anderen von Jesus erzählen, aber nur nicht meinem Nachbarn.“ Wir wollen, dass unsere Kirchen wachsen, aber sind nicht bereit, unsere Kleingruppen für neue Leute zu öffnen. „Jetzt haben wir es so schön zusammen, da passt keine neue Person hinein.“ Unsere Bequemlichkeit kommt vor dem Wohl der anderen. Oder bei der Worshipkultur: Da staune ich nicht selten, wie wenig Kompromissbereitschaft herrscht. Geht es im Worship wirklich darum, dass uns die Lieder gefallen, oder nicht etwa, dass wir durch diese Lieder Gott anbeten? Es geht weniger um dich, als du denkst! Gottes Vision ist, dass alle gerettet weden können durch das Evangelium und so in eine persönliche Beziehung mit ihm kommen. Du bist ein Teil dieser Vision, aber du bist nicht das Ziel. Er möchte, dass durch dich Menschen Hoffnung erhalten, ihn kennenlernen und aus der Einsamkeit kommen. Er möchte, dass sich durch dich der Himmel etwas mehr ausbreitet und Leute geheilt werden, wenn du betest. Er möchte, dass andere Leute in die Gemeinschaft von Christen kommen, dass seine Braut, die Kirche, schön und vollständig ist.

Gott möchte dich an diesem riesen Projekt teilhaben lassen. Du allein hast vielleicht nicht die Liebe oder Kraft dazu, jedoch möchte Gott durch dich wirken. Gott kann in dir eine Liebe entfachen für deinen Mitmenschen, die übernatürlich ist. Und wenn diese Liebe durch dich wirkt, kann Gott durch dich die Menschen berühren. Du kannst etwas zu Gottes Sache beitragen. Das ist pures Glück.

ON MISSION

Obwohl Gottes Vision für uns alle die Gleiche ist, kennt er dich und weiß genau, wie du sein Reich bauen kannst. Er möchte, dass du mit deinen Talenten und da, wo du bist, seine Gegenwart zu den Menschen bringst. Du musst nicht Pastor sein, um auf Göttlicher Mission zu sein. Wir sind On Mission immer und überall.

Wir tun uns schwer daran, das Evangelium zu verkünden, weil wir es komplizierter gemacht haben, als es eigentlich ist. Ich bete oft: „Gott was möchtest du durch mich heute machen, ich bin ‚ON MISSION‘ und möchte nicht nur mich sehen, sondern das, was du siehst“. Vielleicht zeigt dir Gott auf, wo du großzügig mit deinem Geld sein kannst. Du kannst deinem Nachbarn helfen oder bist ein Zeugnis in der Werkstatt, weil du zwischen den Autos deinen Arbeitskollegen ermutigst. Gott braucht Botschafter, die für ihn leben, und er braucht sie überall. All das wird dich einiges kosten. Aber ich habe es selbst erlebt, wie die größte Zufriedenheit aus dem Geben kommt. Es stimmt, wenn Jesus sagt: „Geben ist gesegneter als Nehmen!“ Ein tragisches und gutes Bild ist das Tote Meer. Es ist tot, weil das Wasser nicht weiterfließt. Wir können auch ein Totes Meer sein. Wir bekommen so viel von Gott und geben es nicht weiter. Irgendwann wird das Leben mit Gott langweilig und wir suchen immer den nächsten Kick, der uns wieder etwas gibt. Wenn wir nur entdecken würden, dass das Geben den größten Kick bringt!

ES GEHT MEHR UM DICH, ALS DU DENKST

Halt! „Jetzt hast du doch gerade gesagt, es geht weniger um mich, als ich denke.“ Ja, aber auch nein. Da Gott dich auf individuelle Weise gebraucht, bist du so wichtig für seine Vision. Er hat Dinge mit dir vor, die nur du machen kannst mit deinen Fähigkeiten und deinem Charakter. Deshalb wünscht er sich, dass genau du ihm dein Leben anvertraust. Es ist auch nicht so, dass du es aus eigener Kraft machen musst. Gott möchte durch dich wirken und dich von innen nach außen verändern, damit du ihn immer mehr reflektierst. Du bist wichtig. Dein Beitrag ist matchentscheidend.
Die entscheidenden Fragen liegen auf der Hand: Wie wichtig ist dir, was Gott in dieser Welt tun möchte? Hast du dich von Jesus herausrufen lassen, um dein kleines Leben gegen die größere Perspektive des Reiches Gottes einzutauschen? Wie bereit bist du, persönliche Opfer für andere zu bringen? Bist du Teil von dem, was Gott baut hier auf der Erde, seiner Kirche? Das alles mündet in der einen Frage: Möchtest du weiterhin Jesus nachfolgen – mit allen Konsequenzen?

Jesus ist gekommen, um dir ein Leben in der Fülle zu geben. Und es fängt dort an, wo du dein Leben weggibst in seine Hände. Lasst uns das Beste aus unserem Leben rausholen!

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